China im Dialog 9. Juli 2009 in München

Veranstaltungsreihe „China im Dialog“ am 9. Juli in München


Nach wie vor steht die Herkunftsbezeichnung „Made in China“ für billige, minderwertige und oftmals schlecht kopierte Produkte aus Fernost. „Gut geklaut ist besser als schlecht erfunden“ lautet oftmals die vermeintliche Maxime chinesischer Hersteller, die dafür reihenweise mit dem Negativpreis „Plagiarius“ für den dreistesten Diebstahl geistigen Eigentums ausgezeichnet wurden.

 

Doch es ist nicht nur die große Zahl chinesischer Fälschungen, die der deutschen Wirtschaft zu schaffen macht. Auch die Qualität der von chinesischen Unternehmen selbst entwickelten Produkte hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt verbessert und in einigen Branchen und Bereichen bereits westliches Niveau erreicht. Aus ehemals belächelten Hinterhoffabriken werden zunehmend ernstzunehmende Konkurrenten auf dem Weltmarkt.
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „China im Dialog“ mit dem Titel

„China – von der Imitation zur Innovation?“

gingen wir der Frage nach, welche Innovationskraft Chinas Wirtschaft tatsächlich besitzt und inwieweit chinesische Unternehmen Rahmenbedingungen für Innovation und Kreativität schaffen.

Im Rahmen seines Vortrags gab Herr Dr. Werner Fees, Professor für Unternehmensführung und Direktor des Georg-Simon-Ohm Management-Instituts in Nürnberg einen Überblick über seine jüngste Studie, in dessen Rahmen rund 350 deutsche und chinesische mittelständische Unternehmen auf deren Innovationspotenzial untersucht wurden. Im Anschluss daran erläuterte Herr Walter Haas, Chief Technical Officer und Director of Technical Sales Department der Huawei Technologies Deutschland GmbH, welche Maßnahmen Huawei ergreift, um weltweit Innovationsprozesse zu fördern. Huawei ist einer der weltweit führenden chinesischen Technologiekonzerne und hat 2008 über 35.000 Patente angemeldet. Abschließend legte Herr Werner Bergmeier, Partner der Patentanwaltskanzlei Canzler & Bergmeier, die Entwicklung der Anmeldungen von Schutzrechten durch chinesische Unternehmen dar.

Im Anschluss an die Vorträge konnten die knapp 70 Teilnehmer Fragen stellen und das Thema mit den Referenten zu diskutieren. Die Diskussion wurde moderiert von Herrn Matthias Schroeder, Vorstandsmitglied des Chinaforum Bayern e.V. und Leiter des Asia Desks bei Beiten Burkhardt.

„China im Dialog“ fand am 9. Juli 2009 um 18.00 Uhr im Kaufmanns-Casino München statt. Im Anschluss waren die Teilnehmer herzlich zu einem gemeinsamen Imbiss eingeladen, bei dem sie das Thema vertiefen und Erfahrungen austauschen können.

Eine Zusammenfassung der drei Vorträge finden Sie nebenstehend zum Download (zip-file).

Die Veranstaltungsreihe "China im Dialog" wird unterstützt vom Bayerischen Wirtschaftsministerium.




9. Juli 2009

18:00-19:30 Uhr, anschließend Imbiss

  


Kaufmanns-Casino München e.V.
Odeonsplatz 6
(Eingang in der Galeriestraße,
Ecke Cafe Schumann`s)

80539 München

 

 

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