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Die Schönheit der Perlen trieb auch schon die alten Chinesen um: Sei es als Tribut oder Luxusgut, sei es als herbeigesehntes Glücksomen oder Zeichen des drohenden Niedergangs, Perlen waren mächtige Symbole, welche die Schicksale von Herrschern wie Untertanen, selbst über den Tod hinaus, bestimmen konnten. Die chinesische Literatur ist daher nicht zufällig reich an bemerkenswerten Perlentexten, welche in ihrer Vielseitigkeit die tiefe Verwurzelung dieses literarischen Motives in der chinesischen Geistesgeschichte unterstreichen. Außer den in Muscheln gewachsenen Naturperlen kannte man in China auch außergewöhnliche Perlen mit zum Teil recht wundersamen Eigenschaften.

Der Vortrag wird daher einleitend zunächst der Frage nachgehen, was man sich unter einer „Perle“ nach traditionellem Verständnis überhaupt vorzustellen hatte. In einem zweiten Teil sollen dann eine kurzweilige Auswahl an herausragenden Perlengeschichten vorgestellt werden, um so ein wenig dem Zauber der Perlen im alten China nachzuspüren.

Über die Referentin: 

PD Dr. phil. habil. Jiehua Cai ist Akademische Oberrätin am Institut für Sinologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.  Sie hat mehrere Studien zur klassischen und modernen Erzählliteratur sowie zur Literaturtheorie publiziert:

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