Frühlingsfest Archiv 2018-03-23T11:21:05+00:00

Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest: vergangene Veranstaltungen

Investoren aus China im Freistaat willkommen

Rund 550 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Bayerns und Chinas feierten gemeinsam das Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest in der Alten Kongresshalle in München. Im Fokus des Wirtschaftsteils der Veranstaltung standen in diesem Jahr Chinas Firmenübernahmen in Deutschland.

 Dass chinesische Investoren im Freistaat herzlich willkommen sind betonte der Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Franz Josef Pschierer, gleich in der Begrüßungsrede des Frühlingsfests. Jedoch sei es wichtig, für bayerische Unternehmen die gleichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Volksrepublik zu schaffen, wie sie chinesische Firmen im Freistaat genießen.

 

Quasi aus dem Nichts startete vor 20 Jahren Chinas Lichtunternehmen MLS seine Geschäfte und ist heute nicht nur der führende Hersteller von LED-Komponenten in der Volksrepublik, sondern auch einer der neuen Eigentümer von LEDVANCE. Für die ehemalige Lampensparte von Osram eröffnen sich dadurch ganz neue Möglichkeiten, betonte Oliver Neubrand, Geschäftsführer von LEDVANCE, in seiner Keynote.

Auch für den Geschäftsführer von MLS, Lawrence LIN, ist der Kauf von LEDVANCE eine Win-Win-Situation. „Unsere Vorteile liegen in der Fertigung von LED-Komponenten, während LEDVANCE über eine starke Position am Markt verfügt. Das ergänzt sich hervorragend“ verkündete er in seiner Ansprache.

Nicht nur LEDVANCE, auch Waldrich Coburg freut sich über einen Investor aus der Volksrepublik. Bereits vor zwölf Jahren wurde der Maschinenbauer von einem chinesischen Staatsunternehmen übernommen. „Wir hatten vorher einen amerikanischen und einen deutschen Investor. Keiner ließ uns so viel Entfaltungsfreiheit wie unser jetziger Eigentümer“ erklärte Hubert Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung von Waldrich in der Podiumsdiskussion des Abends.

Dr. Markus Wittmann, Ministerialdirigent im Bayerischen Wirtschaftsministerium und ehemaliger Leiter der Bayerischen Verbindungsbüros in China, erklärte, dass in den allermeisten Fällen nicht nur die Geschäftsleitung, sondern auch die Mitarbeiter der übernommenen deutschen Firmen äußerst zufrieden mit dem Investor aus Fernost sind. Dies haben Umfragen bei den Betriebsräten der Unternehmen belegt.

Wie wichtig es ist, Unternehmen nach einer Übernahme nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell zu konsolidieren, erklärte Veronika Frankenberger, Expertin für Post-Merger-Integration. „Gerade in der Post-Merger-Phase sollten Unternehmen Formate für Austausch und Dialog anbieten und das mit solider interner Kommunikation und Marketing unterstützen. Außerdem sollten sie bei der Integration den Blick auf die Führungskräfte richten und sie dazu befähigen, auf Fragen und Bedenken ihrer Mitarbeiter gut zu reagieren.“

Auf den wirtschaftlichen Teil des Frühlingsfests folgte eine bunte Mischung kultureller und sportlicher Darbietungen aus Bayern und China. Das Highlight des Abends bildete das junge A Cappella-Sextett „MICappella“, das in einzigartiger Weise westliche und chinesische Einflüsse vereinte. Neben eigenen, chinesischsprachigen Songs präsentierte die Gruppe auch den Hit „Atemlos“ von Helene Fischer.

Mit Fußball und Bier gab sich der Freistaat beim diesjährigen Frühlingsfest nur auf den ersten Blick traditionell: Während Fußballartist Sebastian Landauer mit bis zu fünf Bällen und einem Regenschirm gleichzeitig jonglierte, stellte der amtierende Guinness-Buch Weltmeister im Maßkrugtragen, Matthias Völkl, mit 29 Maßkrügen einen neuen, inoffiziellen Rekord auf der Bühne der Alten Kongresshalle auf.

Nach dem Bühnenprogramm konnten die Gäste dann selbst ausprobieren, wie viele Maßkrüge sie tragen können, oder sich an den verschiedenen Kulturständen über die Herstellung bayerischer Haferlschuhe, chinesische Süßigkeiten oder die Kunst der Fächermalerei informieren.

Abgerundet wurde das Programm durch die Bildausstellung der chinesischen Künstlerin Jiny Lan.

600 Gongs läuten beim Bayerisch-Chinesischen Frühlingsfest das Jahr des Affen ein

Am 3. März 2016 fand erneut das größte jährliche Chinaevent in Bayern, das „Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest“, statt.

Mit über 600 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bot das „Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest“ eine perfekte Plattform zum Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte. Gastredner des Abends war Felix Lee, Buchautor und China-Korrespondent unter anderem für Zeit Online, taz, Die Presse (Wien) und die NZZ-Mediengruppe. Der Titel seines Vortrags lautete „Wir schaffen das!? Chinas Kampf um eine neue Wirtschaftsstruktur“.

Bei avantgardistischer Musik, mitreissenden tänzerischen Darbietungen, einer tierisch-bayerischen Ausstellung sowie Kultur zum Anfassen und Erleben konnten die Gäste Bayern und China abseits festgefahrener Klischees entdecken.

Mitveranstalter des „Bayerisch-Chinesischen Frühlingsfests 2016“ waren das Bayerische Staatsminsterium für Wirtschaft und Medien, Technologie und Energie, die Landeshauptstadt München, Invest in Bavaria sowie das Chinesische Generalkonsulat in München.

Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest 2015

Am 5.3.2015 feierte das Chinaforum Bayern mit über 500 Gästen bereits zum vierten Mal den Beginn des neuen chinesischen Jahres in der Alten Kongresshalle in München. Mit Sinn für Tradition, aber ohne Klischees, stand das junge Bayern und moderne China im Mittelpunkt der Veranstaltung. In der Keynote des Abends mit dem Titel „Wir sind jetzt mal innovativ – Chinas Zukunftspläne zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ wurde ein Ausblick auf Chinas Weg von der Werkbank der Welt zur Innovationsgesellschaft geworfen.

Über 500 Gäste nutzten auch in diesem Jahr das Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest für den Auf-und Ausbau ihrer Chinanetzwerke und feierten den Beginn des chinesischen Jahrs des Schafs.
Frau Dr. Ulrike Tagscherer, Regional Director Asia der Fraunhofer Gesellschaft, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit dem Thema Innovation in China. „Innovation braucht Vertrauen, denn in der Regel ist Innovation nicht die Leistung von Einzelpersonen, sondern das Ergebnis von erfolgreichen Kooperationen“, so Tagscherer. Bereitschaft zu Kooperationen könne durch entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen gefördert werden, wenn geistiges Eigentum auch einklagbar werde. Hierfür müsse die chinesische Regierung mehr tun.

Zudem führte Frau Dr. Tagscherer aus, dass das deutsche und das chinesische Bildungssystem ähnlich gute Leistungen der Schüler hervorbrächten. Beide hätten jedoch den Schwachpunkt, dass die Schüler nicht für ihr Lernen verantwortlich seien und nicht der Spaß am Lernen vermittelt werde.
Diese Steilvorlage wurde in der darauffolgenden hochkarätigen Podiumsdiskussion aufgegriffen. Dr. Otto Wiesheu, ehemaliger bayerischer Wirtschaftsminister, konnte in seinen Statements auf persönliche Chinaerfahrung zurückgreifen, die in der Zeit DENG Xiaopings begann. Auch Altoberbürgermeister Christian Ude berichtete von seinen Erlebnissen  als Gastprofessor an renommierten Universitäten Chinas.

Wer sich nach der Theorie durch Frau Tagscherer noch nicht ganz sicher war, wie innovativ China tatsächlich ist, hatte spätestens nach den Beiträgen von Patrick Berger, Head of Communication von Huawei Deutschland ein klareres Bild: Er berichtete von der Initiative, in München eine Testumgebung für G5-Technologie, der nächsten Mobilfunkgeneration, aufzubauen. BMW sei begeistert, denn G5 ist Voraussetzung dafür, dass autonomes Fahren Wirklichkeit wird.

Um dem jungen und modernen Bayern Raum zu bieten, betraten im Anschluss „Lenze & die Buam“ die Bühne. Die Band sorgte mit ihrer facettenreichen Musik und ihren Mundarttexten für beste Unterhaltung im Saal. Und wenn sie jemand nach China einladen wolle, würden Sie sich das sehr gerne mal mit eigenen Augen anschauen, meinte der Bandleader Lorenz Schmid im Anschluss an den Auftritt.

Die Dancing Strawhats mit ihren markanten großen Strohhüten beendeten mit ihrem Auftritt das offizielle Bühnenprogramm. Die jungen Tänzer überraschten mit modernen Hiphop-moves zu asiatischen Klängen. Im Interview danach erklärten sie, dass sie gerade aus China zurückkehrten, wo sie bei der Neujahrsgala 2015 von Hunan-TV aufgetreten seien.

Im Anschluss an das Bühnenprogramm bot sich den Gästen bei chinesischen Köstlichkeiten ausreichend Gelegenheit zum Austausch und zur Knüpfung neuer Kontakte. Zudem konnten die Teilnehmer die Kunst des traditionellen Woll-Filzen entdecken und sich mit einer Runde Schafkopf beim ersten München Schafkopfverein amüsieren. Bestaunt wurde neben der Geschichte des berühmten chinesischen Alkohols „Baijiu“ auch der Nudelmeister CHEN Xiaobo, der vor Ort „La mian“ (gezogene Nudeln) innerhalb von Sekunden entstehen ließ. Die Ausstellung „Jahrszyklus“ der bayerischen Künstlerin Brigitte Stenzel rundete den Abend ab.

Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest 2014

Über 500 Gäste feierten am 12. Februar beim Bayerisch-Chinesischen Frühlingsfest das chinesische Jahr des Pferdes. Dabei boten sich den Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zahlreiche Möglichkeiten, Bayern und China sinnlich zu erleben und neue Kontakte zu knüpfen.

Wie in den vergangenen Jahren fand die Veranstaltung des Chinaforum Bayerns in Kooperation mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium, der Landeshauptstadt München und dem chinesischen Generalkonsulat in der Alten Kongresshalle in München statt.

Das chinesische Tierkreiszeichen des Pferdes wird den bayerisch-chinesischen Beziehungen ein Jahr voller Energie, Kreativität und neuem Schwung bescheren, versprach Frau LI Nan, Vorstandsmitglied des Chinaforums, in ihrer Anmoderation. Auch der Münchner Oberbürgermeister Ude, Staatssekretär Pschierer und Generalkonsul ZHU Wanjin zeigten sich in der anschließenden Podiumsdiskussion zuversichtlich, dass die bayerisch-chinesischen Beziehungen 2014 weiter an Fahrt aufnehmen. Bereits jetzt ist China drittwichtigster Wirtschaftspartner des Freistaats, alleine in München gibt es über 70 Unternehmen aus der Volksrepublik.

In der Hauptrede des Abends schilderte Gert Volker Hildebrand, Chefdesigner des chinesischen Automobilherstellers Qoros Automotive, die Herausforderungen zwischen Design und Entwicklung im Spannungsfeld der chinesischen Automobilindustrie. Die Frage seines Vortragstitels „Schafft China endlich den Crashtest“ wurde schnell beantwortet: beim EuroNCAP-Crashtest im vergangenen Jahr erzielte der „Qoros 3 Sedan“ mit 5 Sternen ein Topergebnis.

Als künstlerische Highlights erwarteten die Gäste beim Frühlingsfest sportliche Darbietungen der Extraklasse des gebürtigen Münchners Marcel Nguyen, Vize-Olympiasieger und zweifacher Europameister im Turnen. DENG Xiaomei und ihr internationales Ensemble führten die Gäste auf eine musikalische Reise zwischen Ost und West.

Weitere Glanzpunkte des Abends waren eine Ausstellung des chinesischen Künstlers LI Heng mit dem Titel „Geist des Grases“ sowie verschiedene Kulturstände, an denen die Gäste die Kunst des Gamsbartbindens oder des traditionellen Geigenbaus erfahren konnten. Der chinesische Spezialitätenkoch WANG Baoyi demonstrierte geschickt, wie man aus Rüben, Gurken und Tomaten filigrane Tiere und Pflanzen schnitzt und das Konfuzius Institut München informierte die interessierten Gästen über deren ganz persönliches chinesisches Horoskop.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, des chinesischen Generalkonsuls in München, ZHU Wanjin und des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude. Hauptsponsor der Veranstaltung war die Huawei Technologies Deutschland GmbH.

Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest 2013

Anlässlich des chinesischen Neujahrs, veranstaltete das Chinaforum Bayern im Februar 2013 ein „Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest“.

Wie im vergangenen Jahr stand die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Wirtschaftsministers Martin Zeil sowie des chinesischen Generalkonsuls in München, WANG Shunqing. Darüber hinaus war es uns gelungen, den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude als weiteren Schirmherren zu gewinnen.

Als Hauptredner des Abends gab Herr Jörg Wuttke, Chefrepräsentant der BASF China, ehemaliger Präsident der Europäischen Handelskammer in China sowie Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Handelskammer in der Volksrepublik, Einblicke in die aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklung Chinas.

Darüber hinaus erwarteten die Gäste atemberaubende chinesische Akrobatik, stimmungsvolle bayerische Klänge sowie Kultur zum Anfassen und Erleben aus Bayern und China. Eine Fotoausstellung zu Chinas unbekannten Millionenstädten eröffnete neue Sichtweisen auf bislang weitgehend unbekannte Teile des Reichs der Mitte. Bei verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten boten sich ausreichend Möglichkeiten, Bayern und China auch sinnlich zu erleben und neue Kontakte zu knüpfen.

Hauptsponsor der Veranstaltung war die Huawei Technologies GmbH.

Erstes Bayerisch-Chinesisches Frühlingsfest in München: Kraft und Erfolg für die bayerisch-chinesischen Beziehungen im Jahr des Drachen

Der Start ins chinesische Jahr des Drachen begann in München mit dem ersten Bayerisch-Chinesischen Frühlingsfest, veranstaltet vom Chinaforum Bayern e.V., dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und dem Chinesischen Generalkonsulat in München.

„Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt überwiegend im Bereich des wirtschaftlichen Austausches zwischen China und dem Freistaat. Dabei wurde immer wieder deutlich, dass wirtschaftliche Beziehungen nur dann erfolgreich sein können, wenn die agierenden Partner sich auch kulturell verstehen“, so der Vorstandsvorsitzende des Chinaforums Guido Joosten vor rund 250 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Deshalb bot das Frühlingsfest sowohl eine Plattform für chinesische und bayerische Kunst und Kultur als auch für den wirtschaftlichen Austausch zwischen Chinesen und Bayern.

„In der chinesischen Kultur symbolisiert der Drache Kraft, Autorität und Erfolg“, erklärte Wang Shunqing, chinesischer Generalkonsul in München, in seiner Begrüßungsrede. So gibt es in diesem Jahr zwei Jubiläen zu feiern, auf die auch Katja Hessel, Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin, in ihrer Begrüßung hinwies: 40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und China und 25 Jahre Provinzpartnerschaft zwischen Bayern und Shandong. Ebenso verdeutlichten die Redner die enge wirtschaftliche Verflechtung des Freistaates mit China, auf den zwanzig Prozent des deutschen Handelsvolumens mit der Volksrepublik entfällt.

„Wenn in China ein Sack Reis umfällt, ist das längst nicht mehr egal.“

Gedankenanstöße und Gesprächsstoff für anschließende Diskussionen bei bayerischen Schmankerln und chinesischen Köstlichkeiten gab Prof. Dr. Markus Taube, Professor für Ostasienwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen, mit seinem Vortrag: „Die Rückkehr Chinas in die Weltwirtschaft und was dies für Bayern bedeutet“. Fazit von Professor Taube: „Wenn in China ein Sack Reis umfällt, ist das längst nicht mehr egal.“

Der chinesische Nationalcircus beeindruckte die Zuschauer mit akrobatischen Höchstleistungen. Die bayerische Sandkünstlerin Katja Schwarz ließ die Münchner Zwiebeltürme und die Chinesische Mauer mit ihren Fingern im Sand entstehen. Massagen gemäß der traditionellen chinesischen Medizin, Teezeremonien und bayerische Trachtenmalerei rundeten das kulturelle Programm ab.

Die Erlöse der Tombola in Höhe von 700 € wurden an „SOS-Kinderdörfer weltweit“ gespendet.